A A A

Die EEG Novelle 2014 und der Freiburger Appell

Category: GOVERNMENT

 

Die EEG Novelle 2014 und der Freiburger Appell – 4 Forderungen!

 

Kommentar von Dr. Ingo Stuckmann

 

Kommentar vorab: Am 10.5. 2014 sind zehntausende auf den Straßen in Berlin, um für die Erneuerbaren Energien zu demonstrieren. Anlass ist die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), das Wirtschafts- und Energieminister Gabriel kurzfristig novellieren möchte, um der Industrie die Rückzahlung der EEG-Umlagebefreiung –laut EU eine unerlaubte Beihilfe- zu ersparen. Soweit so gut, nur warum sind dann zehntausende am demonstrieren? Das EEG wird doch fortgeschrieben, warum demonstrieren wir überhaupt?

Es bedarf eines zweiten Blickes, zwischen den Zeilen, und es offenbaren sich 3 Fehlentwicklungen:

1) Eigenverbrauch
Der Eigenverbrauch erneuerbarer Energie soll künftig mit 50% der EEG Umlage belastet werden. Dabei ist der Eigenverbrauch die kostengünstigste und damit wünschenswerteste Art, Strom zu nutzen: Keine zu zahlende Vergütung (!) und keine Netzkosten (!). Besser und kostenneutraler geht es nicht! Warum soll ich überhaupt eine EEG Umlage zahlen, wenn ich doch selber nicht einmal eine Vergütung brauche, also auch nichts umgelegt werden muss? Etliche süddeutsche Betriebe haben Ihre Eigenerzeugungspläne nun wieder in die Schublade gesteckt, es rechnet sich nicht mehr. So fördert man Erneuerbare Energien nicht.
FORDERUNG:
Eigenstromverbrauch erhält keine EEG Vergütung und sollte daher auch keine EEG Umlage zahlen müssen! Es gibt nichts umzulegen!

2) Grünstromprivileg
Die regionale Vermarktung vor Ort, das sogenannte Grünstromprivileg soll abgeschafft werden. Wenn ich den Strom schon nicht selber nutzen kann, sollte er eigentlich vor Ort vermarktet werden. Der Laden um die Ecke oder das Schwimmbad, alle brauchen Strom. Vor Ort. Zudem liegen die Kosten des Grünstromprivilegs weit unter den EEG-Umlagekosten, also der Vermarktung über die Strombörse.
FORDERUNG:
Das Grünstromprivileg zur lokalen Vor-Ort Vermarktung beibehalten und stärken!

3) Designfehler EEG-Umlage
Die Vermarktung der weitaus größten Menge des Erneuerbaren Stroms (sogenannte Direktvermarktung) erfolgt auf der Strombörse in Leipzig auf dem Spotmarkt. Durch die Überschwemmung von Wind & Sonnenstrom sind die Marktpreise in den letzten 5 Jahren um über 70% (ca. 6 cent) gefallen. Da die EEG Umlage jedoch die Differenz zwischen Spotmarkt und EEG Vergütung ausgleicht, ist die EEG Umlage entsprechend gestiegen (auf ca. 6 cent) und damit die Kosten der Verbraucher. Allerdings nur, weil die Stromkonzerne die niedrigeren Börsenpreise nicht im Sinne einer EEG-Gutschrift weitergegeben haben (1). Würde der Wind & Sonnenstrom auf dem 2. Börsenplatz, dem preislich höheren Terminmarkt, vermarktet werden, so läge die EEG Umlage bei weniger als der Hälfte. Zum Nutzen der Verbraucher und der nicht-umlagebefreiten Industrie.
Anm. Insbesondere aufgrund der stark gefallenen Solarvergütung (50% in den letzten 2 Jahren), werden in Zukunft neu gebaute Solar & Windanlagen keine nennenswerte Erhöhung der EEG Umlage mehr bewirken (2).
FORDERUNG:
Behebung des EEG-Umlage Designfehlers. Strom aus Erneuerbaren Energien sollte auf dem Terminmarkt umgewälzt werden, nicht auf dem Spotmarkt. Das würde die EEG Umlage sofort halbieren.

 

4) Stromtrassen unnötig
Aktuell können erneuerbare Energien nur ins Stromnetz einspeisen, wenn bestimmte theoretisch berechnete Spannungsänderungen (Volt) eingehalten werden, selbst wenn das Netz nur zu 20% ausgenutzt ist. Eigentlich, (thermisch) können die Stromleitungen die 2-3fache Menge an Erneuerbaren Energien anschliessen. Es sind ja oft noch 80% Kapazität vorhanden. Vielleicht auch nicht 8760 Stunden im Jahr, aber vielleicht 8500 Stunden. In den USA heisst dieses neue Produkt „conditional firm transmission“. Also immer wenn Kapazität da ist, darf ich einspeisen.
Oder anschaulich: Niemand käme auf die Idee bei einer 20% ausgelasteten Autobahn, eine Neue daneben zu bauen.

FORDERUNG
Die Netzanschluss-Regeln gehören einer unflexiblen Vergangenheit an und gehören modernisiert! Die Auslastung der Stromnetze ist von 20% auf 100% zu erhöhen. Ein Netzanschluss ist nach Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung aller technisch möglichen Regelungsmechanismen –bei vorhandenen Kapazitäten- zu gewähren!

Konkret sollte im novellierten EEG stehen: „Ändert sich die theoretisch berechnete Spannung um mehr als 2 %, ist im Rahmen einer unabhängigen Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung aller Maßnahmen und Regeleinrichtungen aller angeschlossenen Einspeiseanlagen zur Spannungsabsenkung zu untersuchen, ob das zulässige Spannungsband gemäß DIN EN 60038 (VDE 0175-1) noch eingehalten wird bzw. welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit die Erzeugungsanlage angeschlossen werden kann und die DIN EN 60038 (VDE 0175-1) eingehalten wird.“

Diese 4 zentralen Punkte für die EEG Novelle und weitere hat der Strommarktexperte Christian Meyer mit seinen Kollegen als „Freiburger Appell“ formuliert, die Im Folgenden – mit weiteren Details - zu lesen sind. Viel Spaß dabei.

(1) Story: „Günstiger Wind & Sonnenstrom: Wo bleibt die EEG Gutschrift ?“ www.zepface.it
(2) Story: „Energiewende sichert Deutschland langfristig die kostengünstigsten Strompreise Europas“ www.zepface.it

 

Freiburger Appell 2014 - Erläuterungen zum Strommarktdesign

zur Neufassung des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG)

Das Ziel: Änderung des Strommarktdesigns zur kurzfristigen Absenkung der EEG-Umlage auf ca. 3,88 ct/kWh

 

Forderungen:

1. Keine EEG-Umlage auf Strom aus erneuerbaren Energien und Kraftwärmekopplungsanlagen

2. Keine Deckelung der PV-, Wind- und Bioenergieeinspeisung

3. Keine Abschaffung des kostengünstigen Grünstromhändlerprivilegs

4. Keine Einschränkung der Teilnahme kleiner und mittlerer Akteure an der Energiewende durch Ausschreibungsmodelle

 

Die Ausbauziele (jeweils 2.500 MW PV und Wind pro Jahr) können mit dem Entwurf der Bundesregierung nicht erreicht werden. Die Bundesregierung gibt damit die beschlossenen Klimaschutzziele auf.

 

Als Ergänzung fordern wir:

1. Der EEG-Stromvermarktungserlös (derzeit nur ca. 3,2 ct/kWh) muss sich künftig statt am Spotmarkt am Stromeinkaufspreis der Stromhändler (Terminmarktmittelwert) orientieren. Allein schon dadurch wird  die EEG-Umlage massiv gesenkt.

2. Die Befreiung der stromintensiven Industrie von der EEG-Umlage entfällt. Stromintensität allein ist kein hinreichender Grund für eine Befreiung. Eine EEG-Befreiung sollte beschränkt werden auf die Erzeugung solcher Produkte, die zu mehr als 10% im internationalen Wettbewerb mit außereuropäischen Produzenten stehen.

3. Vorrang einer regionalen, ausgeglichenen Stromerzeugung (Mischung aus PV, Wind und KWK) möglichst in der Nähe von Verbrauchsschwerpunkten zur Minimierung der Netzausbaukosten.

4. Ausnutzung der tatsächlich vorhandenen hohen Leitungskapazitäten für die Stromeinspeisung (Auslegung bezogen auf die Stromtragfähigkeit der Leitung siehe Details)

 

Im Detail:

Das Strommarktdesign kann so geändert werden, dass die EEG-Umlage drastisch um rd. 2,36 ct/kWh abgesenkt werden kann. Die Wettbewerbsverzerrungen zwischen befreiten und nicht befreiten Betrieben kann beseitigt werden, da die verringerte EEG-Umlage von allen Betrieben getragen werden kann. Die vielfältigen Nutzen und die Stromkostensenkung der erneuerbaren Energiewende würden allen Stromverbraucher zugute kommen.

Die Analyse zeigt: Die Strompreise für die meisten Verbraucher sind unnötig gestiegen. Erster Grund: Die EEG-Umlage wurde künstlich aufgeblasen durch übermäßige Ausweitungen der Umlage-Befreiungen bei der Industrie und durch beim internationalen Wettbewerb nicht erforderliche Befreiungen für viele andere Unternehmen. Zweiter Grund ist die am 1.1.2010 mit der Ausgleichs-Mechanismus-Verordnung von  2009/2010 in Kraft getretene kontraproduktive Art der Kostenüberwälzung beim EEG von der Einspeisevergütung zu den Verbrauchern.

 

Also nicht der Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern Mechanismen des Strommarktdesigns sind Hauptursache des Anstiegs der EEG-Umlage von 3,592 Cent im Jahr 2012 auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde in 2014. Die über das Umlageverfahren an die Verbraucher weitergereichten EEG-Vergütungen, also die reinen Förderkosten, betragen - gleichmäßig auf den gesamten Verbrauch verteilt - einschließlich Marktprämie nur 2,67 Cent pro Kilowattstunde, also nicht einmal die Hälfte der aktuellen EEG-Umlage.

 

Um das Kernproblem, die Abhängigkeit der EEG-Umlage von dem Spotmarktpreis zu lösen, muss das Strommarktdesign so umgestaltet werden, dass der eingespeisten erneuerbare und KWK-Strom physikalisch zeitgleich, entsprechend der Vortagesprognose, an die Stromhändler gewälzt wird.

Die Stromhändler müssen im Gegenzug die eingekauften konventionellen Terminmarkt/OTC-Produkte anteilig um den Anteil kürzen, welcher zeitgleich physikalisch gewälzt wird.

Für die zeitgleich physikalisch gewälzten Strommengen entrichtet der Stromhändler den zum Ende des Vorjahres ermittelten mittleren Terminmarktpreis (peak und Baseload Anteil entsprechend der EVU Last mit 5500 Vollbenutzungsstunden) auf das EEG- bzw. KWK-Konto.

 

Nicht gewälzt bzw. eingekürzt werden die Stromprodukte, welche von den EEG- und KWK-Erzeugern direkt an die Stromhändler geliefert werden.

Damit können die Erlöse des EEG-Kontos für den erneuerbaren Strom um rd. 65% gesteigert werden.

 

Das Preisrisiko des EEG-Kontos entfällt ebenso wie das Ausplündern des EEG-Kontos aufgrund negativer Erlöse in Folge negativer Strompreise. Die EEG-Umlage Erhöhung für die Liquiditätsreserve, Nachholbedarf, Markprämie entfallen.

 


 

Quelle: BEE e.V., 15. Oktober 2013

 

Sauberer Strom aus Wind und Sonne senkt seit Jahren den Börsenstrompreis. Trotzdem steigen die Kosten für den Verbraucher, weil die EEG-Umlage durch die Industrierabatte, ein falsches Strommarktdesign und andere Fremdkosten künstlich aufgeblasen wird.

Notwendig für eine Wende bei den Energiekosten ist nicht die Bremse beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, sondern die Reduzierung der Rabatte für die Industrie und eine tiefgreifende Reform des Strommarktes. Es sind die kontraproduktiven Mechanismen des aktuellen Strommarktdesigns und nicht der Ausbau und die Einspeisevergütung, die dazu führen, dass die EEG-Umlage von 3,59 im Jahr 2012 über 5,27 Cent 2013 auf heute 6,24 Cent pro Kilowattstunde gestiegen ist. Von diesen 6,24 ct/kWh entfallen nur 2,54 ct/kWh auf die reinen Förderkosten von erneuerbaren Energieanlagen. Der weitaus höhere Anteil in Höhe von inzwischen 3,7 ct/kWh ist dem Strommarktdesign und der gesetzlich vorgeschriebenen Art der Vermarktung des Stroms aus erneuerbaren Energien geschuldet. Die dadurch entstehenden Verzerrungen werden im Eckpunktepapier zur EEG-Novelle weder angesprochen, noch enthält es Lösungsvorschläge. Die Verzerrung entsteht dadurch, dass konventionelle Kondensationskraftwerke sich für ihren Strom auf dem Terminmarkt frühzeitig relativ hohe Preise und lange Betriebszeiten sichern, während die fluktuierenden erneuerbaren Energien und (wärmebedarfsabhängigen) KWK-Strommengen nur die niedrigen Spotmarktpreise vereinnahmen können. Würden FEE und KWK ebenfalls Terminmarktpreise erzielen, würden die Erlöse für diese eingespeisten Strommengen um rd. 65% ansteigen. Alleine dadurch könnte die EEG-Umlage zwischen 7% und 8% gesenkt werden.

 

Würden die EEG- und KWK-Strom-Mengen zeitgleich physikalisch zum mittleren Terminmarktpreis an die Stromhändler gewälzt, hätte das EEG-Konto nicht, wie z.B. am 24.12.2013 geschehen, um 4 Mio. Euro geplündert werden können, sondern sie hätten Einnahmen in Höhe von mindestens rd. 30 Mio. Euro für die eingespeiste Windenergie erzielt. Zudem wären die Preise für die EEG- und KWK-Mengen für das jeweils nächste Jahr wegen der bereits abgeschlossenen Terminmärkte exakt bestimmt, mit der Folge, dass die Liquiditätsreserve und der Aufschlag für Nachholung minimiert werden könnten. Würde außerdem der gesamte, in Summe aus dem öffentlichen Netz bezogene Strom mit der EEG-Umlage belegt, könnte diese um bis zu 2,36 ct/kWh auf rd. 3,88 ct/kWh abgesenkt werden.

Eine EEG-Umlage in dieser Höhe kann von allen Stromkunden, welche den Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen entrichtet werden. Dies gilt auch für die stromintensiven Industrie, welche im Vergleich zum Jahr 2008/9 infolge der dramatisch gesunkenen Terminmarktpreise von über 60 % auch unter Berücksichtigung der dann noch verbleibenden EEG-Umlage immer noch eine Strompreisreduktion in Höhe von rd. 30 % im Vergleich zum Jahr 2008/9 erfährt.

Die Stromkosten der privilegierten Unternehmen liegen deutlich unter den Strompreisen für vergleichbare Unternehmen in Frankreich oder Deutschland (Die Süddeutsche Zeitung berichtete jüngst über die Insolvenz einer Aluminiumproduktionsfirma aufgrund der gegenüber Deutschland um 30% höheren Strompreise in den Niederlanden).

 

 

 Quelle Energy Consulting Christian Meyer

 

Keine EEG-Umlage auf Eigenstromnutzung

Für Eigenstromverbrauch aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraftwärmekopplung muss die Befreiung von der EEG-Umlage und der KWK-Umlage vollumfänglich bestehen bleiben. Für anderen Eigenstromverbrauch sollte sie sach- und verursachergerecht eingeschränkt werden.

 

Die Erhebung einer EEG-Umlage auf die Stromeigenerzeugung führt dazu, dass alle erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen und viele umweltfreundliche Kraftwärmekopplungs-anlagen in Gewerbe und Industrie unwirtschaftlich werden. Schon ihre Ankündigung hat faktisch einen Baustopp ausgelöst. Es macht auch keinen Sinn, den KWK-Strom durch das KWKG zu fördern, um ihm praktisch im gleichen Moment über das EEG den Vorteil wieder wegzunehmen, und das auch noch über die Fördermenge des KWKG hinaus. Mit Blick auf das KWK-Ausbauziel sollte vielmehr die gesamte KWK-Strommenge, nicht nur der Eigenverbrauch, von der EEG-Umlage befreit werden - wie auch die gesamte EEG-Strommenge.

 

Die gesicherte Stromversorgung durch den Aufbau dezentraler Stromerzeugungsanlagen an Verbrauchsschwerpunkten mit einer Kombination aus Photovoltaik, Wind und Kraftwärmekopplung kommt vollständig zum erliegen, obwohl diese das Netz entlasten. Um die gesicherte Stromversorgung insbesondere in den südlichen Bundesländern preisgünstig zu ermöglichen, müssen zukünftig ausreichend Stromerzeugungskapazitäten insbesondere zur Überbrückung von Inversionswetterlagen (wenig Sonne, kaum Wind) und der Sommernächte aufgebaut werden. Der notwendige Zubau von Kraftwärmekopplungs-anlagen, welche eine gesicherte und bezahlbare Stromversorgung im Zuge der Energiewende erst ermöglichen, würde verhindert werden. Würde die EEG-Umlage wie geplant auf den erzeugten Eigenstrom erhoben werden, kommt dies einem Baustopp von PV und KWK-Anlagen > 10 kWp im industriellen und gewerbliche Bereich gleich. Mit der geplanten Novelle gerät der Klimaschutz als wichtigstes politisches Ziel vollkommen ins Abseits! Zudem werden viele weitere zukunftsfähige Arbeitsplätze durch die Regierungspläne bedroht, zehntausende wurden bereits vernichtet.

 

Im Jahr 2008/9 sind knapp 77 % der variablen Stromkosten von Industrie und Gewerbekunden auf den reinen Energiepreis entfallen. Im Jahr 2014 entfallen nur noch rd. 30 % der variablen Stromkosten auf den Energiepreis. Würden die EEG-Umlage wie geplant auf den selbstgenutzten PV- und Kraftwärmekopplungsstrom erhoben werden, könnten diese Anlagen zur Stromeigen-erzeugung nur noch rd. 8 ct/kWh Strom erlösen. Damit kann weder eine PV- noch eine Kraftwärmekopplungsanlage wirtschaftlich betrieben werden. Die angestrebte Energiewende kommt vollständig zum Erliegen. Die Versorgungssicherheit ab dem Jahr 2020 könnte nur noch durch eine zusätzliche teure Subvention von konventionellen Kraftwerken (Kapazitätsprämie) und mittels eines Milliarden schweren Ausbaus des Übertragungsnetzes realisiert werden. Dieses Modell realisiert die Energiewendevariante mit den höchsten Kosten. Eine kostengünstige Stromversorgung wird damit unmöglich gemacht.

Strom aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraftwärmekopplung gehört zudem nicht zu den Verursachern der Umweltprobleme, denen das EEG und das Kraftwärmekopplungs-Gesetz abhelfen sollen - Energieeinsparung, Umweltschutz und Erreichen der Klimaschutzziele sind Zweck beider Gesetze. Das Gemeinlastprinzip oder auch Solidaritätsprinzip ist deswegen auf solchen Eigenstromverbrauch nicht anzuwenden, auch deswegen nicht, weil das dem Verursacherprinzip - ein Leitprinzip für den Umweltschutz in Deutschland  (der Verschmutzer zahlt) - und dem Verursacherprinzip gemäß EU-Vertrag (Art. 191 AEUV) entgegensteht. Die Verursacher sind genau bekannt, nämlich die konventionellen Kraftwerke ohne hocheffiziente KWK und die Strombezieher aus dem Stromnetz, soweit sie nicht ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien und hocheffizienter Kraftwärmekopplung beziehen.

 

Massiver Ausbau der Kraftwärmekopplung

Zur notwendigen Ergänzung und Stabilisierung der Stromversorgung mit erneuerbaren Energien muss die hocheffiziente dezentrale Kraftwärmekopplung stark ausgebaut werden. Hierzu eignet sich vor allem die Umstellung der Millionen Heizkessel in Wohn- und anderen Gebäuden auf Blockheizkraftwerke mit Wärmespeichern. Dies sollte im Rahmen anstehender Heizungs- und Gebäudesanierungen geschehen.

 

Gemäßigter Netzausbau

Bei örtlich oder kleinregional hoher Erzeugung von EEG- und KWK-Strom könnte an das Verteilnetz in der Regel die zwei- bis dreifache Leistung angeschlossen werden. Der Anschluss von Einspeiseanlagen an das Nieder- und Mittelspannungsstromnetz orientiert sich heute ausschließlich an der theoretisch berechnetet Spannungsänderung, obwohl die Spannung u.a. auch von den Erzeugungsanlagen selbst geregelt werden kann. Dies führt absurderweise dazu, dass an das Netz, welches bezogen auf die Stromtragfähigkeit nur zu 10 % bis 20 % ausgelastet ist, keine weiteren Stromerzeuger angeschlossen werden können und ein zusätzliches Stromkabel verlegt werden muss. Kein Mensch käme auf die Idee, neben eine Autobahn, welche nur zu 10 % bis 20 % ausgelastet ist eine zusätzliche Autobahn zu errichten.

Um dieses Hemmnis zu beseitigen, muss die nachstehende Regelung sinngemäß in das Gesetz aufgenommen werden:

„Ändert sich die theoretisch berechnete Spannung um mehr als 2 %, ist im Rahmen einer unabhängigen Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung aller Maßnahmen und Regeleinrichtungen aller angeschlossenen Einspeiseanlagen zur Spannungsabsenkung zu untersuchen, ob das zulässige Spannungsband gemäß DIN EN 60038 (VDE 0175-1) noch eingehalten wird bzw. welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit die Erzeugungsanlage angeschlossen werden kann und die DIN EN 60038 (VDE 0175-1) eingehalten wird.“

 

Werden in einem nachgelagerten Netzgebiet (z.B. 110 kV Netz) Wind-, PV- und Kraftwärmekopplungsanlagen errichtet, so kann das vorgelagerte Transportnetz ganz erheblich entlastet werden. Der derzeit diskutierte Ausbau des Übertragungsnetzes kann wesentlich kleiner ausfallen. Im Winter und bei schlechter Witterung erzeugen vermehrt Windenergieanlagen, bei schönem Wetter und bei hohem Verbrauch tagsüber produzieren die PV-Anlagen. Kraftwärmekopplungsanlagen können nachts gezielt angesteuert werden und arbeiten auch im Winter, wenn weniger PV-Strom zur Verfügung steht. Mittels Wärmespeicher kann die Stromproduktion vom aktuellen Wärmebedarf entkoppelt werden. Unsere Untersuchungen zeigen, dass mit der Kombination Wind-, PV- und Kraftwärmekopplungsanlagen der geplante Netzausbau erheblich reduziert würde und damit viele Milliarden eingespart werden.

Die Speicherung von Wärme ist im Vergleich zur Speicherung von Strom außerordentlich kostengünstig. Die Kosten für Stromspeicher liegen im Vergleich zur Speicherung von Wärme um den Faktor 60 höher. Eine wirtschaftliche gesicherte Stromversorgung ist mit Stromspeichern im Falle von Inversionswetterlagen in Süddeutschland aufgrund der großen geforderten Speicherkapazität kaum möglich. Die Technologie ansteuerbarer Kraftwärmekopplungsanlagen mit Wärmespeichern steht schon heute wirtschaftlich zur Verfügung, wenn die vermiedenen Investitionen den dezentralen Erzeugern gutgeschrieben werden. Hierzu sind heute geltende Regelungen zur Berechnung der vermiedenen Netzentgelte nicht geeignet. Einspeiser erhalten heute nur einen marginalen Bruchteil der vermiedenen Kosten für den sonst fälligen Netzausbau.

Zukünftig könnte möglicherweise ab dem Jahr 2030 mit EEG-Überschussstrom synthetisches Erdgas erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Die heute schon vorhandenen Erdgasspeicher sind ausreichend groß, um den Energiebedarf von Deutschland über 3 Monate decken zu können. Die heute aufgebauten Kraftwärmekopplungsanlagen können dann den EEG- Strom, welcher in Form von synthetischem Erdgas gespeichert worden ist, in den Stunden einer geringen EEG-Stromerzeugung, dieses wieder in Strom zurückverwandeln.

 

Keine Streichung des Grünstromhändlerprivilegs

Das Grünstromhändlerprivileg muss erhalten bleiben. Die direkte Belieferung von Endkunden mit Strom aus erneuerbaren Energien stellt die tatsächliche Marktintegration dar, denn diese ist im Vergleich zur Vermarktung über den Spotmarkt in Bezug auf das EEG-Konto die weitaus kostengünstigere Lösung. Wird der Strom direkt vermarktet, so entstehen EEG-Umlagekosten von maximal 2 bis 3,9 c/kWh. Wird der Strom über den Spotmarkt verkauft, konnten im Durchschnitt im Jahr 2013 maximal 2,28 c/kWh erzielt werden (der mengengewichtete Durchschnittserlös liegt noch deutlich unter diesem Wert). Viele Windenergieanlagen erhalten eine EEG-Vergütung in Höhe von 9,1 c/kWh. Das bedeutet, dass das EEG-Konto durch die Vermarktung am Spotmarkt mit mindestens 5,82 ct/kWh belastet wird.

Das Grünstromhändlerprivileg belastet das EEG-Konto nur zwischen 2,0 bis max. 3,9 ct/kWh. Hierbei ist außerdem zu beachten, dass die Einhaltung der komplizierten Grünstrom-händlerprivilegien dazu geführt hat, dass nur noch relativ geringe Mengen nach diesem Modell vermarkten werden. Mit der Abschaffung wird das EEG-Konto kaum entlastet, während zugleich die Investitionen der Grünstromhändler in zukunftsweisende Pilotprojekte zur tatsächlichen Marktintegration von EEG-Strom vernichtet werden. Die Politik ist dringend gefordert, für die Grünstromhändler die langfristig gesetzlichen Rahmenbedingungen auch gegenüber der EU zu schaffen. Ohne langfristig verlässliche Rahmenbedingungen wird zukünftig weder ein Betreiber noch ein Stromhändler Investitionen in die tatsächliche Marktintegration von EEG-Strom investieren.

 

Was bei der Implementierung des Kapazitätsmarktes bedacht werden muss

Die Implementierung eines Kapazitätsmarktes alleine wird nicht dazu führen, dass vermehrt umweltfreundliche Gaskraftwerke zum Einsatz kommen. Es würde lediglich eine weitere Subvention konventioneller Kraftwerke geschaffen werden. Eine Änderung des Strommarktdesigns trägt dazu bei, dass die klimaschädlichen Grundlastkraftwerke unwirtschaftlich werden und durch erdgasbetriebene Mittel- und Spitzenlastkraftwerke ersetzt werden, die sich zunehmend an der Residuallast orientieren.

 

Begründung:

Die Kraftwerkeinsatzplanung hängt aktuell noch von den variablen Stromerzeugungskosten ab. Das bestehende Strommarktdesign (Vermarktung konventionellen Stroms vornehmlich auf dem Terminmarkt, grüner Strom auf dem Spotmarkt) und der vorherrschende Verdrängungswettbewerb führen dazu, dass unnötige Grundlastkraftwerke nicht abgeschaltet werden und sich auf dem Spotmarkt mit zunehmenden Einspeisung von erneuerbaren Strom sehr geringe oder gar negative Strompreise einstellen. Wird der erneuerbare Strom physikalisch zeitgleich an die Stromhändler gewälzt und gleichzeitig die von den Stromhändlern eingekauften konventionellen Terminmarktstromprodukte entsprechend eingekürzt, wären die unnötigen Grundlastkraftwerke gezwungen, den überschüssigen Strom auf dem Spotmarkt zu sehr niedrigen oder gar zu negativen Preisen zu vermarkten, was sie unwirtschaftlich machen würde.

 

 

Vermarktung des EEG-Stroms mittels sog. Direktvermarkter

 

 Die Vermarktung des Stroms aus EEG-Anlagen ist im Rahmen der sog. Direktvermarktung wirtschaftlich nur über den Spotmarkt möglich.

Problematisch ist hierbei dass mit zunehmender Strommenge die Preise immer stärker fallen und ggf. auch negative Preise auftreten. Als Käufer des Strom können auf dem Spotmarkt nur Kraftwerksbetreiber im In- und Ausland auftreten, da die Stromhändler,welche die Endkunden beliefern, aufgrund des Riskmanagements den Strom auf dem Terminmarkt mittels preislimitierter Handelsgeschäfte einkaufen müssen.

 

Da auf dem Strommarkt ein Verdrängungswettbewerb herrscht, werden die inländischen Kraftwerke auf der Basis der Strommarktung entsprechend der Terminmarktgeschäfte gefahren und nicht entsprechend der Erzeugungsleistung von EEG-Anlagen gedrosselt. Der Strom wird zunehmend ins Ausland exportiert oder EEG-Anlagen trotz des Vorrangprinzips abgeschaltet. So lag z.B. am 24.12.2013 der Erlös von EEG Anlagen im Tagesmittel bei minus 0,73 ct/kWh, während konventionelle Erzeugungsanlagen entsprechend ihrer Terminmarktgeschäfte (über 3 Jahre, Base- und Peak-Produkte) knapp 6 ct/kWh erlösten.

 

Mittels der zwingenden Direktvermarktung droht, dass EEG-Anlagen ohne variable Kosten von den sog. Direktvermarktern im Falle negativer Preise auf dem Spotmarkt verstärkt abgeschaltet werden, obwohl gleichzeitig ein großer Teil des benötigten Stroms von Kraftwerken erzeugt wird, welche zum einen variable (Brennstoff-) Kosten aufweisen und zum anderen die benötigte Steinkohle bzw. das angereicherte Uran auch noch importieren müssen.

Die geplante Regelung ist volkswirtschaftlich schädlich. Die Unabhängigkeit von Energieimporten wird unterlaufen und fügt Deutschland Schaden zu.

 

Von der geplanten verpflichtenden sog. Direktvermarktung ist Abstand zu nehmen. Sie führt im Gegensatz zu einer anteiligen Stromvermarktung und dem Grünstromhändlerprivileg nicht zu einer verbesserten Marktintegration von erneuerbarem Strom.

 

Lösungen zu einem verbesserten Strommarktdesign können dem Freiburger Appell zur Neufassung des EEG entnommen werden.

 

EEG-Umlage auf eigenerzeugten Strom

 

Insbesondere aufgrund der Einspeisung von erneuerbarem Strom ist der Strompreis auf dem Terminmarkt für Baseload-Stromprodukte seit 2008/09 von rd. 9,7 ct/kWh auf inzwischen rd. 3,5 ct/kWh gefallen. In den Genuss der um über 60 % gefallenen Strompreise kommen insbesondere Industrie und Gewerbekunden.

 

Eine gesicherte und kostengünstige Stromversorgung (ohne Mrd.-Investitionen in Stromnetze) z.B. in Baden-Württemberg oder Bayern ist nur denkbar, wenn eine Kombination von Wind-, Photovoltaik- und Kraftwärmekopplungsanlagen möglichst nahe an den Stromverbrauchsschwerpunkten aufgebaut wird.

Hierzu eignen sich besonders Industrie- und Gewerbebetriebe mit größeren Dachflächen, einem höheren Wärmebedarf oder für Windenergieanlagen geeignete Flächen (z.B. BMW Werk Leipzig, Fa. Max. Bögl Neumakt, Bayern, diverse Standorte von Daimler oder auch ABB usw.).

Im Jahr 2008/09 lag die EEG-Umlage bei 1,16 ct/kWh für nicht privilegierte Unternehmen und die variablen sonstigen Kosten zwischen rund 0,24 und 0,54 ct/kWh. In Summe mit dem Terminmarktpreis lagen die variablen Stromkosten für die Unternehmen bei max. rd. 12 ct/kWh.

Die variablen Stromkostenbestandteile liegen heute inkl. des gesunkenen Terminmarktpreises ohne EEG-Umlage bei ca. 3,81 ct/kWh mit der EEG-Umlage (in voller Höhe) bei rd. 10,24 ct/kWh. Würde wie geplant auf den eigenerzeugten Strom auch nur 50% der EEG-Umlage erhoben werden, müssen die Wind-, PV- und BHKW-Anlagen den Strom weit unter 7 ct/kWh erzeugen, damit sich ein Kostenvorteil für die Unternehmen einstellt. Da dies nicht möglich ist, werden die Ziele des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, die Steigerung der Energieeffizienz und die Sicherstellung einer gesicherten, kostengünstigen (minimaler Netzausbau) Stromversorgung in Süddeutschland ebenso verfehlt wie die Klimaschutzziele.

 

Anlagen zur Eigenerzeugung bei allen uns bekannten Industriestandorten werden nicht weiter verfolgt. Geplante Windenergieanlagen wie z.B. bei BMW am Standort Leipzig zur Eigenversorgung wären nicht aufgebaut worden.

 

Die Möglichkeiten den rohstoffarmen Standort Deutschland von Energieimporten unter Ausnutzung des historisch geringen Zinsniveaus unabhängig zu machen und damit zukünftig die internationale Wettbewerbsfähig zu sichern, werden verspielt. Diese Entwicklung kann nicht den Zielen der Bundesregierung entsprechen.

 

Die Eigenerzeugung darf nicht mit der EEG-Umlage belastet werden.

 

EEG-Stromvermarktung. Abschaffung des Grünstromhändlerprivilegs / Anteilige Stromvermarktung

 

Problematik:

Insbesondere aufgrund der Einspeisung von erneuerbarem Strom ist der Strompreis auf dem Terminmarkt für Baseload-Stromprodukte seit 2008/09 von rd. 9,7 ct/kWh auf inzwischen rd. 3,5 ct/kWh gefallen. Die Mehrzahl der Windenergieanlagen erhält derzeit eine EEG-Vergütung in Höhe von rd. 9 ct/kWh.

Die Vermarktung mittels einer Direktbelieferung ist nur dann möglich, wenn die Differenz zwischen der EEG-Vergütung und dem Terminmarktpreis geschlossen werden kann. Heute kann die direkte Belieferung in räumlicher Nähe mittels eines "intelligenten" Stromvermarktungskonzepts verwirklicht werden. So beliefert z.B. ein Windpark auf der Insel Föhr rd. 400 Kunden - vom privaten Haushalt über das Bade- und Wellnesscenter AQUAFÖHR bis zu den Hafen- und Fährbetrieben. Insgesamt werden von dem Windpark über 4 Mio. kWh direkt an die Kunden geliefert, das entspricht ca. 60 % der erzeugten Windstrommenge. Die direkte Belieferung von Endkunden aus EEG-Anlagen stellt die höchste Form der Marktintegration dar.

Die wirtschaftliche Vermarktung ist jedoch nur dadurch möglich, dass das Grünstromhändlerprivileg genutzt werden kann. Wird das Grünstromhändlerprivileg abgeschafft, muss diese Vermarktung eingestellt werden. Da auch die anteilige Vermarktung verboten werden soll, ist es zukünftig noch nicht einmal mehr möglich, einen geringen Teil des Windstroms an die Endkunden zu liefern.

Treten die geplanten Änderungen in Kraft, muss die direkte Belieferung der Stromkunden zum 1.8.2014 eingestellt werden!!!!

 

Mit den geplanten zukünftigen Regelungen der EEG-Novelle, kann somit keine einzige kWh Strom, welche mittels EEG-Anlagen erzeugt wird, als „grüner Strom“ an Endkunden geliefert werden.

Um „grünen Strom“ in Deutschland zu vermarkten, verblieben nur noch die Wege des Imports von „grünem Strom“ aus dem Ausland oder das sog. "Greenwashing" d.h. das Umdeklarieren von Kohle- und Atomstrom mittels aus dem Ausland importierter Grünstromzertifikate. Die beabsichtigte Regelung wirkt wie ein Vermarktungsverbot für in Deutschland produzierten „grünen Strom“!

 

Bzgl. dem heutigen Grünstromhändlerprivilegs ist auch noch zu beachten, dass das EEGKonto mit max. zwischen 2,0 und ca. 3,9 ct/kWh belastet wird. Die übliche Vermarktung am Spotmarkt, auch über sog. Direktvermarkter, hat das EEG-Konto 2013 mit 5,43 bis 5,58 ct/kWh belastet.

 

Artikel: Christian Meyer, Energy Consulting

 

 

Latest update 2014
Rating ++
Author Author: Christian Meyer, Kommentar: Dr. Ingo Stuckmann
Start of story 2014
Ask about this story

Comments

comments powered by Disqus