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Wir Ruhrgebietsstädte haben alle etwas Gemeinsames: RWE und eine neue win-win-win Strategie

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Mülheim an der Ruhr und viele andere Ruhrgebietsstädte haben etwas gemeinsam. Sie sind an RWE beteiligt und sie sind hochverschuldet. Und sie haben nun ein neues, gemeinsames Problem: RWE hat die Dividenden um 50% gekürzt. Für Mülheim sind dies 10 Millionen Euro die im klammen Stadtsäckel fehlen, für Essen 19 Millionen, für Dortmund 20 Millionen und so weiter und so weiter, und so fort. Die Liste der Städte ist lang, alle sind sie an RWE beteiligt. Ein empfindlicher Einschnitt und die Prognose für die nächsten Jahre ist bestenfalls unklar. RWE hat ein Strukturproblem, Investitionen in neue, erneuerbare Energien fehlen. Und Mülheim und die anderen  Ruhrgebietsstädte dürfen das nun “gemeinsam” ausbaden, spätestens wenn die Zinsen wieder steigen, wird vielen unserer hochverschuldeten Ruhrgebietsstädte wiedermal die Zwangsverwaltung drohen. Wie kommen die Städte aus diesem Teufelskreis heraus? Auch RWE ist nicht glücklich, da die vielen städtischen Anteilseigner bei RWE eben kein frisches Geld für neue Investitionen nachschießen können. Auch RWE fehlt Geld für Investitionen (1), ein Teufelskreis auch für RWE. Aber zurück zu den Städten. Vielleicht sollten die Städte genau das tun, was RWE offenbar nicht tun will oder kann: Langfristige Einnahmen aus Erneuerbaren Energien sichern!  Wir haben das einmal durchgerechnet:
Mülheim erhält dieses Jahr von RWE 10 Millionen Euro Dividenden, was einer Dividende von 3,7% entspricht. Daraus folgt, dass Mülheim an RWE mit 270 Millionen Euro beteiligt ist. Ein Windrad kostet heute etwa 10 Millionen Euro und bringt eine Rendite von sagen wir 6%. Mülheim könnte sich also mit besagten 270 Millionen Euro 27 Windräder kaufen. Aber wir brauchen ja nur 3,7% Rendite oder 10 Millionen Euro Dividende. Uns reichen also 17 Windräder.  Diese 17 Windräder würden bei 6% Rendite unserer Stadt jedes Jahr 10 Millionen Einnahmen einbringen. Der turnaround wäre geschafft und die jährlichen Einnahmen fließen wieder, diesmal verlässlich aus Erneuerbaren Energien.
Und eigentlich ist dies eine win-win-win Strategie für alle:
i) Mülheim hat 10 Millionen Euro verlässliche Einnahmen aus Erneuerbaren Energien
ii) RWE verliert die Ruhrgebietsstädte als “klammen Klotz” am Bein und kann sich neues Kapital besorgen
iii) und ganz nebenbei, produziert jedes Windrad sauberen Strom für 10.000 Bürger.  Und damit die 17 Windräder genug sauberen Strom für alle Haushalte der 170.000 Bürger Mülheims!

Win – Win – Win     oder zu deutsch:     Windrad - Windrad - Windrad

Dr. Ingo Stuckmann, let`s face it.


(1) Handelsblatt 2.3.2014

 

Ruhrgebietsstädte kriegen nur noch 50% der Dividende von RWE

Dividenden RWE:Mülheim an der Ruhr
    10 Millionen €
Essen    
    19 Millionen €
Dortmund
    20 Millionen €
    etc…

Ergebnis:
10 Millionen Euro jährliche Einnahmen könnte sich die Stadt Mülheim durch eine Investition in “nur” 17 Windräder sichern.
Finanzierung: Umschichtung der RWE Beteiligung.   
Quelle: www.zepface.it

 

Potential 17 Windräder in Mülheim = Strom für die Haushalte von 170.000 Einwohnern
Country Deutschland
Rating ++
Author Ingo Stuckmann
Start of story 2014
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