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Kommunalpolitik im Zeichen des Klimanotstands - ein neuer Ansatz 2.0

Category: Fridays for Future

Jüngst beim Treffen einer Stadtratsfraktion der Stadt Mülheim an der Ruhr mit 160.000 Einwohnern: Es geht um das Ausrufen des Klimanotstands oder nicht. Es geht um die Überarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes, allerdings in Angesicht klammer Kassen. Das Klimaschutzkonzept gibt es schon seit Jahren, aber so wirklich hat es eigentlich nichts gebracht bisher, die CO2 Emissionen sind nicht gesunken und Erneuerbare Energien sind auch nicht signifikant installiert worden. Weiter so? Im Angesicht von Fridays for Future? Sicher nicht! 

 

Ein neuer Ansatz: GÜNSTIGER!

Wir brauchen ganz einfach einen NEUEN Ansatz für die Kommunalpolitik. Und die Zeit der 10% Einsparungen in den nächsten Jahren ist VORBEI. Wir haben 30 Jahre gehabt und sie verstreichen lassen. 

Worum geht es also? Jetzt geht es um radikale Lösungen, die die CO2 Emissionen ganz einfach von 100% auf Null runterkriegen bis 2035, wir brauchen jetzt „zero-footprint“ Lösungen, ganz einfach CO2frei werden, und das geht nur mit 100% GÜNSTIGEN Erneuerbaren Energien! Und das ist schon das erste Stichwort: GÜNSTIG. 

 

KEINEN CENT mehr für kommunalen Klimaschutz!

Es ist extrem wichtig festzustellen, dass die 3 wesentlichen Klimaschutzmassnahmen die Kommunen heute KEINEN CENT mehr kosten! Wir haben (endlich) GÜNSTIGE Erneuerbare Energien, dank des im Jahre 2000 verabschiedeten degressiven Einspeisegesetzes EEG sind sowohl Solaranlagen, als auch Windräder heute GÜNSTIGER als selbst die alten (und dreckigen) Kraftwerke (1). Es macht überhaupt keinen Sinn mehr, diese alten Kraftwerke künstlich am Leben zu erhalten, wie es die Bundesregierung immer noch tut. Wir brauchen JETZT den EINSTIEG in 100% GÜNSTIGE Erneuerbare Energien. Und da können die Gemeinden helfen und zwar richtig:

  • Solaranlagen auf ALLEN kommunalen Dächern und auch in Neubaugebieten, in die B-Pläne und Verordnungen: Solaranlagen rechnen sich IMMER heutzutage (wegen des starken Preisrückgangs), und noch dazu kostet es die Kommunen KEINEN CENT mehr, da diese über die KfW zu 100% finanziert werden können. Man zahlt halt 10-15 Jahre die bisherigen (eingesparten) Energiekosten weiter und danach sind wir 100 Jahre lang CO2frei und GÜNSTIGER! Wie geil ist das denn! Kostenlose Solaranlagen für alle Dächer! 
  • E-Mobilität, und diese kommunalen Solarhäuser gleich mit Steckern für die E-Autos einer kommunalen 100% E-Fahrzeugflotteausrüsten und GÜNSTIG laden, wesentlich GÜNSTIGER, als jeder Benziner.
  • E-Busse, wie in Amsterdam, können die E-Busse an den Endstationen 5-10min an eine Oberleitungsladestation andocken und aufladen und gerade mit GÜNSTIGEN kommunalen Solaranlagen ist das auch wieder GÜNSTIGER als Diesel.
  • Vorrangflächen für Windräder ausweisen. Warum planen wir nicht Windräder entlang der Autobahn? Nicht besiedelt. Wie die 16 Windräder in Niedersachsen bei Leer, mein futuristischer Lieblingswindpark? Ein modernes 5MW Windrad produziert heute Haushaltsstrom für 10.000 Menschen, d.h. für Mülheim würden 16 Windräder ausreichen, 100% des Haushaltsstroms zu decken. Möglich ist es, wenn die Kommune will.
  • CO2 reduzieren und profitieren, über PLUS-Energiehaus Wärmedämmung4-fach Verglasung und intelligente Lüftung, z.T. über sehr günstige 12 Grad Erdbodenvorwärmung und 8 Grad Abluftwärmerückgewinnung (= 20 Grad) in allen bestehenden kommunalen Gebäuden, in Neubaugebieten und (perspektivisch) auch im Altbau, damit brauche ich keine Heizung und keine Klimaanlage mehr. 

Amory Lovins hat es in Colorado vorgemacht, 40 Grad im Sommer, -20 im Winter: Das neue Basalt Innovationscenter für 90 Mitarbeiter (entspricht der Größe von 90% aller Bürogebäude in den USA) hat weder Heizung, noch Klimaanlage und hat sich bereits nach 5 Jahren (vermiedener Heizungskosten) gerechnet und ist dann 100 Jahre GÜNSTIGER! Auch PLUS Energiehäuser in Deutschland (auf dem Vorbild von Amory´s schon 1983 GÜNSTIGEREN Passivhauses entstanden), auch diese PLUS Energiehäuser in Deutschland zahlen nur wenige 5-10 Jahre die (vermiedenen) Heizkosten weiter, um die geringen, etwa 5% Mehrkosten abzuzahlen. Das ganze kostet wieder KEINEN CENT, die KfW finanziert 100% der Massnahmen. Und danach bin ich 100 Jahre GÜNSTIGER und CO2frei! Und darum geht`s.

 

Und genau DAS haben wir doch geschafft, in den letzten 30 Jahren: 

 

                i.GÜNSTIGE Erneuerbare Energien, sie sind (endlich) GÜNSTIGER, und wir haben 

              ii.Finanzierungsmechanismen entwickelt, für 100% Finanzierungen, für eine GÜNSTIGE ENERGIEWENDE 2.0, die wenige Jahre (vermiedene) Energiekosten abzahlt, und dann 100 Jahre GÜNSTIGER ist: Klimaschutz kostet die Kommunen heute KEINEN CENT mehr! 

 

Und um die kommunalen Ziele nochmals auf den Punkt zu bringen, es geht immer um 100% CO2frei, was gleichbedeutend ist mit Energie aus 100% GÜNSTIGEN Erneuerbaren Energien. Und das auf allen Ebenen, ALLE kommunalen Gebäude, das Einkaufszentrum, die Schule, ein Quartier, der Nahverkehr, und schliesslich die Stadt: wenigestens in Summe CO2frei leben (CO2neutral) und von GÜNSTIG profitieren! 

 

(Anm. Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, haben wir immer noch Biogas (und bald sehr günstige Batterien, wie heute schon in Kalifornien) und das Stromnetz, dass Schwankungen regional und überregional ausgleicht. Daher ist „in Summe“ CO2frei bis 2035 günstig erreichbar). 

 

Die 3 wichtigsten kommunalen Ziele sind:

 

1.     100% Erneuerbare Energien, also Solaranlagen auf ALLE DächerWindräder ausweisen, wo es möglich ist (entlang der Autobahnen z.B.), Biogasanlagen für Wärmesenken (Großküchen z.B.).

 

2.     PLUS-Energiehaus Standards flächendeckend einführen, mindestens für alle kommunalen Gebäude (z.B. bis 2030), Neubaugebiete und (perspektivisch) auch im Altbaubestand (z.B. bis 2035?). 100% KfW finanziert, zahle ich wenige Jahre die (eingesparten) Heizkosten weiter und dann sind die Häuser 100 Jahre GÜNSTIGER.

 

3.     E-Mobilität, kommunale Wagen auf eine GÜNSTIGE 100% E-Flotte umstellen, an kommunalen Solardächern GÜNSTIG laden. E-Busse über GÜNSTIGE Oberleitungslader an den Haltestellenendpunkten aufladen. 

 

Effektiver kommunaler Klimaschutz 2.0 ist vor allem (endlich) GÜNSTIGER: Kommunaler Klimaschutz kostet die Kommunen KEINEN CENT mehr! 

Und nur so kann Paris funktionieren, CO2reduzieren und davon profitieren!

 

Dr. Ingo Stuckmann, Zero Emission Think Tank

 

Referenz:

Günstige Erneurbare Energien!

 

 

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